Japans Asteroidenprobe Hayabusa 2 wirft neues Licht auf die Anfänge des Sonnensystems

Im Dezember 2020 brachte die Hayabusa-2-Mission der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA Proben des Asteroiden Ryugu zur Erde zurück.

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Die Raumsonde Hayabusa 2 warf eine Kapsel mit den Proben. Materialien, die auf die Anfänge unseres Sonnensystems zurückgehen. in die Erdatmosphäre ab, bevor sie ihre Reise zu einem anderen Asteroiden fortsetzte.

Die 5.4 Gramm (0.2 Unzen) von Gestein und Staub, die vom Asteroiden Ryugu gesammelt wurden, helfen der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft, die frühe Entstehung unseres Sonnensystems besser zu verstehen.

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Laut einer Presseerklärung entdeckten einige der ersten Forscher, die diese Proben untersuchten, Ansammlungen von Seltenerdelementen sowie eine überraschende Struktur. Sie berichteten über ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Science.

Hayabusa 2-Mission wirft Licht auf frühes Sonnensystem

Der Geowissenschaftler Professor Frank Brenker und ein Team der Goethe-Universität Frankfurt waren einige der ersten Wissenschaftler, die die Proben untersuchten. Mit einer hochmodernen, proprietären Analysemethode wurde die chemische Zusammensetzung der Proben untersucht, ohne die Materialien zu beschädigen.

Mit ihrer Methode, der „Synchrotronstrahlungs-induzierten Röntgenfluoreszenz-Computertomographie“ (SR-XRF-CT), konnten sie die Materialien mit einer Auflösung von unter 100 Nanometern analysieren.

Wir haben eine Nachbildung einer Kornprobe des Asteroiden Ryugu erstellt. Die nachgebildete Maserung ist maßstabsgetreu in der Größe x10. Dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Sagamihara werden wir diese Objekte an Einrichtungen und Organisationen in ganz Japan zur Ausstellung verteilen! https://t.co/i7jzv4zxBN

– HAYABUSA2@JAXA (@haya2e_jaxa) ) April 8, 2022

JAXA wählte den Asteroiden Ryugu als Ziel, weil sein hoher Kohlenstoffgehalt viel über den Ursprung des Lebens in unserem Sonnensystem zu verraten versprach. Die neue Analyse bestätigt, dass der Asteroid ursprünglich zu einem Mutterasteroiden gehörte, der sich im äußeren Sonnennebel bildete.

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Ryugu: „ein sehr unberührter Asteroid

Die Forscher fanden in einem der Körner des Asteroiden eine Anhäufung von Magnetit, einem Eisenoxidmineral, sowie Hydroxylapatit, einem Phosphatmineral. Diese wurden in einer feinen aderartigen Struktur gebildet. Andere Wissenschaftler fanden heraus, dass sich diese bei einer überraschend niedrigen Temperatur von weniger als 40 °C gebildet haben müssen. Dieses Wissen wird für die zukünftige Analyse der Proben von entscheidender Bedeutung sein.

In den Teilen der Proben, die Hydroxylapatit enthalten, entdeckten die Wissenschaftler auch das Vorhandensein von Seltenerdmetallen.

„Die Seltenen Erden kommen im Hydroxylapatit des Asteroiden in einer 100-mal höheren Konzentration vor als anderswo im Sonnensystem“, erklärte Brenker und fügte hinzu, dass sich die Seltenen Erden im Phosphatmineral in gleicher Menge anreichern. „Die gleichmäßige Verteilung der Seltenen Erden ist ein weiteres Indiz dafür, dass Ryugu ein sehr ursprünglicher Asteroid ist, der die Anfänge unseres Sonnensystems repräsentiert“, fuhr er fort.

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Source

Image:interestingengineering.com

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