Siemens Gamesa bringt wiederverwertbare Windturbinenblätter auf den Markt – ein Meilenstein im Bereich der erneuerbaren Energien

Aus den neuen Materialien können Produkte wie Koffer oder Flachbildschirmgehäuse hergestellt werden, ohne dass weitere Rohstoffe benötigt werden.

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Siemens Gamesa hat sein RecyclableBlade für Onshore-Windkraftprojekte auf den Markt gebracht, nachdem im August in Deutschland die weltweit erste Offshore-Windturbine mit recycelbaren Rotorblättern aufgestellt wurde.

Laut einer Unternehmensmitteilung soll dieser „Meilenstein“ die Aktivitäten vorantreiben, die die Windenergie nachhaltiger machen und einen vollständig zirkulären Sektor schaffen könnten.

Der Siemens Gamesa RecyclableBlade für den Offshore-Bereich wurde in nur 10 Monaten auf den Markt gebracht: Markteinführung im September 2021 und Installation im RWE-Projekt Kaskasi in Deutschland im Juli 2022. Kunden können die Onshore-Lösung jetzt an ihren Windstandorten einsetzen.

„Die Einführung unseres RecyclableBlade für Onshore-Anlagen ist eine weitere herausragende Leistung unserer engagierten Fachleute. Das Konzept war immer so angelegt, dass es Lösungen für Offshore- und Onshore-Windkraftanlagen umfasst, und wir freuen uns, dass wir sie nun unseren Kunden in beiden Marktsegmenten kommerziell anbieten können“, sagte Jochen Eickholt, CEO von Siemens Gamesa, in der Erklärung.

Das Unternehmen hat jedoch noch nicht bekannt gegeben, in welchen Größen die recycelbaren Onshore-Rotorblätter verfügbar sein werden, wann sie verfügbar sein werden und wie viele recycelbare Onshore-Rotorblätter bisher produziert wurden.

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Das recycelte Material kann im Bauwesen und für Konsumgüter verwendet werden

Vor der Einführung des RecyclableBlade von Siemens Gamesa im Jahr 2021 war die Wiederverwertbarkeit von Rotorblättern ein schwer zu lösendes Problem für die Windindustrie. Der komplexe Produktionsprozess für die Rotorblätter, bei dem Verbundwerkstoffe wie Harz, Glas und Kohlenstofffasern zum Einsatz kommen, stellte eine Herausforderung für die Entsorgung am Ende des Lebenszyklus der Windkraftanlage dar. Berichten zufolge konnten nur etwa 85 Prozent einer Windturbine vollständig recycelt werden, und viele Flügel wurden nach ihrer Stilllegung auf die Mülldeponie gebracht.

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Der RecyclableBlade-Rückgewinnungsprozess verwendet eine milde saure Lösung, um die Materialien am Ende der Lebensdauer der Windturbine zu trennen. Diese Materialien können dann für andere industrielle Anwendungen wie das Baugewerbe, Konsumgüter oder die Automobilindustrie wiederverwendet werden.

Die Ankündigung des Unternehmens ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Siemens Gamesa arbeitet weiterhin aktiv an seiner Nachhaltigkeitsvision, in der als „Kernziel“ vollständig recycelbare Windturbinen bis spätestens 2040 vorgesehen sind.

„Wir treiben die Windindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft voran, indem wir uns dafür einsetzen, dass die Windenergie in jeder Phase ihres Lebenszyklus so nachhaltig wie möglich ist. Gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten wollen wir, dass die Windenergielösungen von Siemens Gamesa weiterhin dazu beitragen, dass Länder auf der ganzen Welt ihre Netto-Null-Emissionsziele erreichen“, sagte Tim Dawidowsky, COO und Chief Sustainability Officer von Siemens Gamesa.

Europaweites Verbot der Deponierung von Rotorblättern gefordert

Siemens Gamesa arbeitet auch mit dem Branchenverband WindEurope und anderen wichtigen Akteuren der Branche zusammen, um ein europaweites Verbot von Rotorblättern zu fordern, die auf der Mülldeponie landen.

Die RecyclableBlade-Technologie wurde in Aalborg, Dänemark, entwickelt, die Rotorblätter wurden in Hull, Großbritannien, hergestellt und die Gondeln in Cuxhaven, Deutschland, produziert und installiert.

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„Die RecyclableBlade-Technologie wird dazu beitragen, den Rohstoffabbau zu reduzieren, indem sie das Potenzial für Sekundärmärkte für das wiedergewonnene Material schafft, wobei die Schaffung von Arbeitsplätzen in den lokalen Märkten ein zusätzlicher Vorteil sein könnte“, sagte Marc Becker, CEO der Siemens Gamesa Offshore Business Unit.

Source

Image:interestingengineering.com

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